Der Stausee

Der Dr.-Blommestein-See

In Surinam, einem kleinen Land im Nordosten Südamerikas, wurde zwischen 1960 und 1974 ein Damm errichtet, mit dem der Fluss Suriname zu einem See aufgestaut wurde. Dieser Stausee – nach seinem Erbauer auch Dr.-Blommestein-See genannt – hat heute mit ca. 1.500 km2 Fläche etwa die dreifache Größe des Bodensees und versorgt nicht nur eine nahegelegene Aluminiumfabrik, sondern vor allen Dingen die Hauptstadt Paramaribo mit Strom.

Das Projekt

Vor der Flutung des Stausees wurde der Urwald nicht gerodet. Der See enthält deshalb eine gigantische Menge qualitativ hochwertiges Holz. Man schätzt das Volumen auf mindestens 10 Mio. m3, was einer Menge von ca. 500.000 LKW Ladungen entspricht. Zum Zeitpunkt der Erbauung 1960 hatte man den Wert des Holzes, das auf der heute überfluteten Fläche stand, noch nicht erkannt. Heute ist das anders. Dieses wertvolle Rohstoffreservoir würde im Laufe der Jahrhunderte ungenutzt verrotten und klimaschädliches Methan freisetzen. Durch die jetzt erfolgende Nutzung führt man die wertvollen Hölzer einer sinnvollen und langfristigen Verwendung zu und hilft damit, noch intakte Regenwälder unberührt zu lassen.

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